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10.03.2022, 19:00

Jahrehauptversammlung


Ort: Kesselhaus
Sonntag, 12.07.2020 um 13:18

Eine Telefonzelle für die Bahnlandschaft

Sie gehörten einst in jedes Stadtbild. Und nun auch bald zu uns. In jeder Stadt und an jedem Bahnhof standen sie, die Telefonzellen. Sie waren lebenswichtig, denn das Handy war noch nicht erfunden.

Noch kennt sie fast jeder: Die gelbe Telefonzelle. 1951 erschienen diese im einheitlichen gelb. An jeder Ecke stand mindestens eine davon. Über 165.000 waren es in ganz Deutschland. Hatte man es eilig, war trotzdem jede Zelle besetzt. Wollte man von außerhalb Kontakt mit seinen Lieben aufnehmen, suchte man eine und stand oft Minutenlang davor, weil jemand kein Ende fand.

Man stand nervös davor, klopfte an der Türe und bat endlich mit dem telefonieren aufzuhören. Es stand deswegen oft der Satz an der Telefonzelle „ Fasse Dich kurz“.

Erst Anfang der 80er verfügte jeder Haushalt über ein Telefon und genau wie beim privaten Telefon wurde auch in der Telefonzelle der Takt eingeführt und mit 20 Pfennig konnte man 8 Minuten telefonieren und wehe man hatte kein Kleingeld mehr oder das Geld fiel durch, war das Telefonat zu Ende. Manchmal gut aber oft sehr unpassend.

Meißtens führte der erste Weg aus dem Zug, damals zur Telefonzelle um Zuhause Bescheid zugeben, dass man gut angekommen ist, oder um abgeholt zu werden. Aber auch zahlreiche Notrufe wurde aus den Telefonzellen gemacht.

Aber auch viele andere Geschichte ranken um die Telefonzellen, die aber am Ende immer mehr der Zerstörung zum Opfer fielen, 2018 wurde die letzte Telefonzelle in Bayern am Königssee abgebaut und die Geschichte war zuende.

Jetzt regiert das Handy.

Nun wird aber wahrscheinlich bald eine, der nun sehr seltenen Telefonzellen, die auch aus Wipperfürth stammt, am Schienenbus stehen, übernommen und gestiftet vom Verein “Wipperfürther für Wipperfürther e.V“.

Nach der Genehmigung der Stadt Wipperfürth, dessen Gelände es ist, hofft man nun, dieses sehr seltene Exemplar, an das Bahngelände aufstellen zu dürfen.

Es soll dann als Infopunkt dienen.

Darüber ist die Interessen Gemeinschaft sehr froh und dankbar, denn unter dem Aspekt: "Die Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft erhalten" erfüllt diese Telefonzelle genau den Anspruch des Vereines.

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Autor: Klaus Fink / Fotos: